The Project Gutenberg eBook, Die Tugend auf der Schaubhne, by Justus Mser


This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with
almost no restrictions whatsoever.  You may copy it, give it away or
re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included
with this eBook or online at www.gutenberg.org





Title: Die Tugend auf der Schaubhne
       oder: Harlekins Heirath; Ein Nachspiel in einem Aufzuge


Author: Justus Mser

Release Date: March 30, 2005  [eBook #15505]

Language: German

Character set encoding: ISO-8859-1


***START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK DIE TUGEND AUF DER SCHAUBHNE***


E-text prepared by David Starner, Louise Hope, and the Project Gutenberg
Online Distributed Proofreading Team



Transkriptionsnotiz: Die folgenden Unregelmigkeiten wurden wie im
                     Original beibehalten:

                     "Harlekin's Heirath" tritt sowohl mit als auch ohne
                     Apostroph auf; hnlich "Mser's Leben" in der
                     Funote _Funfzehnter_ hat keinen Umlaut;
                     "Siebenzehnter" ist so geschrieben

                     "jetzt" ist blicherweise, aber nicht durchgehend,
                     "itzt" geschrieben.

                     Das gedruckte Buch ist in Fraktur ("Gothic") gesetzt.
                     Fremdsprachliche Wrter oder Phrasen sind in Antiqua
                     gesetzt und werden hier mittels *Asterisken*
                     wiedergegeben.

Transcriber's Note:  The following irregularities are present in the
                     original text:

                     "Harlekin's Heirath" appears both with and without
                     the apostrophe; similarly "Moeser's Leben" in the
                     footnote.

                     "Funfzehnter" has no umlaut; "Siebenzehnter" is
                     written that way.

                     "jetzt" is usually but not always written as "itzt".

                     The printed book is in Fraktur ("Gothic") type. Four
                     foreign words or phrases are in Roman type and are
                     denoted in this transcription by being placed
                     between *asterisks*.





DIE TUGEND AUF DER SCHAUBHNE

oder: Harlekins Heirath

Ein Nachspiel in Einem Aufzuge

von

J. MSER

Berlin und Stettin,
bey Friedrich Nicolai

1798







Personen des Nachspiels:

_Herr Barthold_, Principal der Bhne.
_Kolombine_, seine Tochter.
_Harlekin_, Schauspieler.
_Scapin_, Schauspieler.
_Isabelle_, Schauspielerin.
_Valer_, Schauspieler.
_Peter_, Lichtputzer.

Der Schauplatz ist auf dem Schauplatze.





Die Tugend auf der Schaubhne;

oder:

HARLEKIN'S HEIRATH


Ein Nachspiel in einem Aufzuge*.

[Funot: Man sehe ber dies scherzhafte Stck die Nachricht,
welche ich in _Mser's Leben S. 81 f._ davon gegeben habe. Da
es in seiner Art merkwrdig ist, habe ich es auch besonders
abdrucken lassen. R.]




Erster Auftritt.

Herr _Barthold_, _Harlekin_.


    _Harlekin._ (macht drey tiefe Verbeugungen).

    _Barthold._ Was will Er, mein guter Freund?

    _Harl._ (Macht wieder einige Verbeugungen).

    _Barth._ Bcke Er sich so lange bis Er mde wird, und
dann kann Er mir sagen was Er zu sagen hat. Die jungen Leute
gewhnen sich das itzt so an, da sie einem die Zeit mit
tausend Komplimenten verderben. Wenn man in meiner Iugend
zu einem Mann im Amte ging: so machte man ihm einen einzigen
Bckling, und kam dann zur Sache. Das war eine gute Mode;
dabey sollte man es lassen.

    _Harl._ (in fremdem Ton) Hochedelgeborner und Gestrenger--

    _Barth._ Damit geht schon wieder eine Minute hin.

    _Harl._ Sie erlauben grognstig--

    _Barth._ Wieder eine Minute.

    _Harl._ Da ich mir die Freyheit nehme--

    _Barth._ Noch _ein_ Wort von solchem Schlage, und ich
prgle Dich zum Dinge hinaus.

    _Harl._ (im gewhnlichen Ton) Ich komme, Herr Barthold,
wegen Ihrer jngsten Tochter Kolombine; sie gefllt mir--

    _Barth._ Gehorsamster Diener, gehorsamster Diener, mein
werthester Herr Harlekin! Verzeihen Sie, da ich Sie sogleich
nicht gekannt habe. Meine Augen vergehen mir allmhlich, und
Sie redeten mir in einem solchen Candidatenstil, den ich an
Ihnen nicht gewohnt bin.

    _Harl._ Ich _kann_ heirathen, ich _mu_ heirathen, und ich
_will_ heirathen.

    _Barth._ Nun, das ist kurz. Das sind drey Hauptursachen,
die nicht von allen Leuten so recht verstanden und empfunden
werden. Was gedenken Sie denn aber Ihrer knftigen Witwe zum
Leibgedinge auszusetzen?

    _Harl._ Erstlich, gedenke ich nicht vor ihr zu sterben.

    _Barth._ Das ist freilich ein guter Vorsatz; allein
Ausfhrung kommt bisweilen gar sehr auf die Frau an: diese
hat vielerley Mittel, einen ehrlichen Mann in die Grube zu
bringen, ohne Gift und Messer. Der meinigen habe ich es, Gott
sey Dank, abgesessen. Es war ein heller Gast; aber sie wurde
so eingetrieben, da sie sich aus dem sieben und zwanzigsten
Kindbette nie wieder erholen konnte. Sie sehen, ich habe mich
wohl gehalten.

    _Harl._ Das merke ich. Zweytens, hat sie, so lange ich
lebe, ein reichliches Auskommen. Meine Kunst als Harlekin hat
einen goldenen Boden, und Kolombinchen hat gewi auch eine
Kunst worauf sie sich verlassen kann.

    _Barth._ Ach, die Knste verlassen einen mit der Zeit,
und wenn man alt wird, so ist nichts bequemers als von seinen
Renten zu leben. Da ist ein Haufen Mhe und Sorge erspart.

    _Harl._ Freylich, und ich denke eben deswegen ein Capital
zurck zu legen, wovon zweytausend Thaler auf den Witwenstuhl
kommen sollen, Nota Bene: wenn er keinen Haarbreit verrckt
wird.

    _Barth._ Das ist etwas hart; eine Witwe ist zu beklagen.
Ich fhle, mein lieber Harlekin, wie sauer es mir in meinem
sieben und siebenzigsten Iahre wird, mich nicht bisweilen auf
einen hbschen weichen Witwenstuhl zu setzen.

    _Harl._ Ich will es aber nun so; und darum gebe ich meiner
Witwe einen Stuhl mit vier Beinen, damit er recht feste stehe.
Zweytausend Thaler, wenn ich sie habe, sind, zum Henker, Geld.
Was Kolombine erspart, soll sie zu ihrem Nadelgelde behalten,
und wenn sie vor mir verstirbt, werde ich sie in ihrem besten
Hemde begraben lassen.

    _Barth._ Aber Sie vergessen die Morgengabe.

    _Harl._ Das bin ich selbst: Morgen- und Abendgabe. Bringt
mir aber Kolombine einen Sohn, wohl zu verstehen, wenn er mir
hnlich sieht; denn das fordere ich ausdrcklich: so soll er
auch Barthold Harlekin heien.

    _Barth._ Ich dachte in der That, Sie wollten ihr sodann
ein neues Kleid aufs Kindbette legen. Hren Sie, Herr
Harlekin, ich habe der Mdchen viele, und schaffe sie mir
gern vom Halse, weil sie auf ihren spitzen Abstzen leicht
einmal unvorsichtiger Weise zu Falle kommen knnen. Ich will
also nicht lange handeln. Kolombine ist die Ihrige; und zwar
diesen Abend, wenn Sie wollen. Das bitte ich mir aber aus, da
Sie sie nicht heimlich entfhren; ich wrde sonst auf Ihrer
Hochzeit nicht trinken knnen.

    _Harl._ So weit sind wir noch lange nicht. Ich habe mich
nur erst vorlufig erkundigen wollen, ob Sie mir Ihre Tochter
wohl geben wollten, wenn ich *in forma* darum anhielte. Itzt
ist noch ein kleiner oder groer Punkt brig. Sie wissen,
mein werthester Herr Barthold, da man von den Comdiantinnen
mancherley sagt. Kolombinchen hat ein Paar so allerliebste
Tauben-Aeugelchen, sie hat so etwas, so etwas--ach, Herr
Barthold, ich kann es nicht sagen, aber was sie hat, das sagt
so viel--so viel--

    _Barth._ Nun, wie viel denn?

    _Harl._ Wenn eine Nu leicht aus der Hlse fllt, ist sie
denn auch wohl schon vom Wurme gestochen?

    _Barth._ Ist das eine Frage fr eine klugen Mann? Die
Wurmstichigen sitzen allemal fest in der  Hlse.

    _Harl._ Ach, Herr Barthold, sollte sie es nicht schon wohl
versuchet haben?

    _Barth._ Sie mag versucht haben was sie will, so hat sie
allzeit nur ihre Rolle gespielet. Ein Mdchen auf der Bhne mu
oft verliebt thun, oft kssen, oft lachen, und was dergleichen
mehr ist. Das bringt aber die Comdie so mit sich. Wenn
Kolombine die verschmitzte Buhlerinn vorstellt, so wrde
es sich ja nicht schicken, da sie die Mine einer Matrone
behielte. Wie oft hat sie nicht auch geweint! Meynen Sie aber,
da sie um deswillen, sie zu Hause gekommen, immer betrbt
gewesen?

    _Harl._ Ich habe allzeit gehrt, die Unschuld soll so etwas
Ses, so etwas Krnichtes, so etwas von der braunen Kruste
seyn, da ich nicht gern eine Frau nehmen mgte, welche diesen
Leckerbissen bereits verschenket htte.

    _Barth._ O mein lieber Harlekin, sind Sie da verbrannt: so
rathe ich Ihnen gar keine Frau--anders als meine Kolombine zu
nehmen.

    _Harl._ Aber sehen Sie einmal Selbst, Herr Barthold,
alle diese schnen Herrn, welche hier vor unsrer Bhne sitzen.
Ihre Augen scheinen meinem lieben Kolombinchen das Mark aus
den Knochen zu ziehen; und wenn sie tanzt; ach, wenn sie tanzt:
so--so--tanzen alle Herzen mit ihr.

    _Barth._ Sollten sie das wohl thun?

    _Harl._ Wenn sie es _nicht_ thten, so mgte ich
Kolombinchen nicht; und nun, _da_ sie es thun, so traue ich
Kolombinchen nicht recht. Denen Mdchen, die so hoch springen
wenn sie tanzen, kann leicht ein Blmchen entfallen; und wenn
das auch nicht wre: so rhmt sich doch ein jeder, vielleicht
selten mit Recht, da er eines aufgenommen habe. Herr Barthold,
Herr Barthold! eine hbsche Comdiantinn ist wohl selten,
selten, selten eine Kirsche woran nicht schon ein Vogel
gebissen hat.

    _Barth._ Possen! es ist _kein hbsches_ Mdchen in der
Welt, wovon man nicht eben diese Vermuthung hat. Nicht, weil
sie geschwinder Feuer fngt, als eine andere, sondern weil sie
Tag und Nacht verfolgt und also leicht einmal im Schlummer
berrumpelt wird. Wer sich aber daran stt, der mag zu seiner
Strafe eine Hliche nehmen, und versichert seyn da sie vor
dem ersten Loche gefangen werde. Sie wird die Ehre, das Glck
und das Vergngen, in ihrem sterblichen Leben _auch_ einmal
angebetet zu werden, so verliebt erkennen; sie wird so besorgt
seyn den Vogel nicht zu verscheuchen; sie wird so bange seyn,
die einzige Gelegenheit zu verlieren; sie wird so fertig seyn,
ihre vergngliche Waare an den Mann zu bringen, da ich nicht
Eines auf sie, aber wohl hundert auf ein hbsches Mdchen
verwetten wollte, das die Wahl unter tausend Kufern hat.
Und dann, mein lieber Harlekin, ist es eine bestialische Sache,
eine garstige Hexe und _doch_ keine braune Kruste zu bekommen.
Fr Kolombinen will ich allenfalls Brge seyn.

    _Harl._ Die Brgschaft ist in der That etwas bedenklich.
Ich htte fr meine Mutter nicht einstehen mgen.

    _Barth._ Ich mag die Grillen nicht lnger anhren. Kurz
und gut, Sie nehmen sie, oder nehmen sie nicht; einige Gefahr
werden Sie allemal laufen. --Doch, warten Sie, wir wollen heute
einmal den Freyer vorstellen. Sie sollen der Brutigam, und
meine Tochter Kolombine Ihre Braut seyn. Sie knnen sie dabey
auf die Probe stellen; und wenn es Ihnen dann nicht gefllt,
so sind Sie am Ende wieder frey, und Sie haben nur eine
verliebte Rolle gespielet.

    _Harl._ Der Einfall ist wirklich gut. Ein jeder Freyer
spielt doch nur eine Rolle; und wenn am Schlusse des Stcks
die Heirath vollzogen wird, so hat die Rolle nur gar zu frh
ein Ende.

    _Barth._ Holla! Kolombine!



Zweyter Auftritt

_Die Vorigen_, und _Kolombine_.


    _Barth._ Kolombine, Du sollst heute einmal die Braut seyn.

    _Kolombine._ Ach, Papa, das bin ich gerne. Ich spiele nichts
lieber als Braut und Brutigam.

    _Harl._ (Vor sich) O Du-- Sie wissen aber doch, meine
schne Kolombine, da die Freyerey mit der Comdie ein Ende
hat.

    _Kolombine._ Nun, so knnen wir ja dasselbige Stck noch
einmal spielen. Ich wollte, da wir gar kein anderes auf unsrer
Bhne htten; und fast mgte ich das Heirathen verreden, um
allzeit Braut zu bleiben. Ach, es ist so allerliebst Braut zu
seyn.

    _Barth._ Man kann heirathen, und doch noch immer die Braut
spielen. Eine gute Partey kann man immer auf Abschlag nehmen;
und die jungen Mdchen thun bel, wenn sie die Hand eines
ehrlichen Mannes ausschlagen, um allzeit flattirt, adorirt,
courtisirt, carressirt, und endlich meprisirt zu werden. Bist
Du denn, meine Tochter, sonst noch nie die Braut als auf der
Schaubhne gewesen?

    _Kolombine._ Nein, Papa.

    _Barth._ Hren Sie wohl, Herr Harlekin?

    _Harl._ Ich hre und sehe, Herr Barthold.

    _Barth._ Wo ist Scapin und Peter? Sie sollen auch
herkommen, und den Freyer mitspielen. Isabelle, welche schon
oft die Braut vorgestellt, und erfahrner ist als Du, Kolombine,
soll Dir die rechte Manier zeigen.

    _Kolombine._ O, Papa, ich will schon fertig werden,
ich verstehe es schon.

    _Barth._ Nun, so macht Ihr Beyde den Anfang. Ich will
herumgehen, und den Uebrigen ihre Rollen ankndigen.



Dritter Auftritt

_Harlekin_ und _Kolombine_.


    _Kolombine._ Nun, Sie fangen an.

    _Harl._ Nein, fangen Sie an.

    _Kolombine._ Ach, nein! so habe ich es nicht gelernt.
Der Brutigam fngt zuerst an, und sagt: Ach, meine theuerste
Schne, wie lange habe ich mir nicht schon das Glck gewnscht,
Ihnen mein Herz zu erffnen.

    _Harl._ Und was sagt denn die Braut?

    _Kolombine._ Sie antwortet: O! Sie schmeicheln mir zu viel;
ich wei, es ist nur Ihr hflicher Scherz.

    _Harl._ Und was antwortet denn Er wieder?

    _Kolombine._ Er nimmt dann ihre Hand, kt solche, und
sagt: Ach, mgten Sie in dieses Herz sehen; da wrden Sie
lesen, da mein aufrichtiger Wunsch niemals ein anderer
gewesen, als das Glck Ihnen zu gefallen, und diese schne
Hand zu kssen.

    _Harl._ Und lt sie das so geschehen?

    _Kolombine._ O ja, sie lt ihm die Hand, und er kt sie
noch hundertmal; und seufzet dann, bis endlich die Braut solche
nicht mehr zurckziehen kann, und mit ihrer ganzen Person
folget.

    _Harl._ Die Rolle mag ich nicht spielen.

    _Kolombine._ Auf welche Art wollen Sie dann?

    _Harl._ Ich sage: Kolombine, mein englisches
Magentrpfchen, wenn _Sie_ will, ich will wohl.

    _Kolombine._ Und was mu sie denn sagen?

    _Harl._ Sie spricht: Nun, ich will--

    _Kolombine._ Nun ich will--

    _Harl._ Fallen Sie mir doch nicht in die Rede. Sie mu
sagen: Nun, ich will nicht.

    _Kolombine._ Die Rolle mag ich nicht spielen.



Vierter Auftritt

Die _Vorigen_, und _Barthold_.


    _Barth._ Nun, meine Kinder, habt Ihr angefangen?

    _Kolombine._ Nein, Papa! In der Sache sind wir eins; wir
knnen uns nur ber die Rolle nicht vergleichen. Herr Harlekin
will es besser wissen als ich, und mich dnkt, in diesem Stck
knnte ich lange sein Meister seyn. Ich bin von Iugend auf bey
dem Schauspiele erzogen; bin so mannichmal Braut gewesen, und
mu es vermuthlich besser wissen als er.

    _Barth._ Nun, Harlekin, so sollten Sie sich auch weisen
lassen. Kolombine fhret Sie gewi keinen unbekannten Weg.

    _Kolombine._ O nein! Ich dachte es eben so zu machen wie
die selige Mama.

    _Barth._ Wie ich meine selige Frau heirathete, folgte ich
ihr blindlings, und unsere Ehe wrde nicht so gesegnet gewesen
seyn, wenn ich minder folgsam gewesen wre. Sie war allzeit
fertig mich zu unterweisen, und ihr Exempel that bisweilen die
besten Dienste. Oft war mir ihr Unterricht sehr ungelegen; aber
das war, der Himmel wei, ihre Schuld nicht.

    _Harl._ Das Schlimmste sind meine Scrupel; und ich
begreife noch nicht, Herr Barthold, wie solche durch unsre
Comdie werden gehoben werden. Stellt Kolombine die Braut gut
vor, so werde ich denken: sie versteht ihre Rolle; und stellt
sie solche nicht gut vor, so werde ich denken, sie versteht
_noch_ eine Rolle. Und der Himmel wei, ob sie nicht noch eine
dritte versteht. Es ist doch schlimm, da man das Ding nicht
auf die Goldwage bringen kann.

    _Barth._ Die beste Goldwage ist ein gutes Vertrauen; wer
das nicht hat, der ist schon wirklich betrogen; und wer es hat,
der it seinen Salat, schluckt eine Schnecke mit hinunter, und
findet ihn noch schmackhafter.

    _Harl._ Ich mgte darauf Ihr Gast nicht seyn. Wer heiraten
will, mu nicht Blinde-Kuh spielen, sondern wohl zusehen was er
greift.

    _Kolombine._ Oho! Herr Harlekin! itzt verstehe ich das
Ding mit der Goldwage. Auf ein Paar Aechen knnen Sie gewi
rechnen, die ich schon verloren habe. Denn der Schneider hat
mir gar kein Eisen in meine neue Schnrbrust gemacht. Inde,
da die Comdie aus ist, habe ich die Ehre mich Ihren Scrupeln
zu empfehlen.

    _Barth._ Ich meyne es auch so. Beschlafen Sie die Sache!
Ein guter Traum ist im Heirathen oft die beste Entscheidung.

        (Sie gehn Beyde ab.)



Fnfter Auftritt.

_Harlekin_. _Scapin_ und _Peter_.


    _Harl._ (vor sich) O weh! der erste Versuch ist nicht zum
Besten abgelaufen. Itzt mgt' _ich_ wohl, nun will _sie_ nicht.

    _Scapin._ Wird denn heute nicht gespielt? Herr Barthold hat
mich herbestellt, um den Freyer mit vorzustellen. Ich sehe aber
keine Anstalten.

    _Peter._ Ich sollte auch einen vorstellen--

    _Harl._ Ha, mein guter Peter, magst Du es denn gern thun?

    _Peter._ O ja. Ich mu sonst immer nur die Lichter putzen;
wenn aber der Freyer gespielet wird, so--so ksse ich, wollt'
ich sagen, Cathrinchen.

    _Harl._ Und Du, Scapin?

    _Scapin._ Meine Rolle in diesem Stck ist immer nur ein
Puckel voll Schlge, und ich knnte eben nicht sagen, da ich
solche jetzt nthig htte.

    _Harl._ Hr' einmal, mein lieber Scapin! Ich wei, Du bist
schlauer als mancher Dieb, der gehangen wird; ich mu Dir eins
im Vertrauen sagen.

    _Peter._ Ich hoffe doch nichts von Cathrinchen?

    _Harl._ Ich wre wohl gesonnen, des Herrn Bartholds jngste
Tochter Kolombinchen in allen Ehren zu heirathen--

    _Peter._ Giebt es denn auch Heirathen in Unehren?

    _Harl._ Allein, ich besorge, sie mgte schon--

    _Peter._ Was mgte sie schon?

    _Scapin._ Schweig, Peter, ich verstehe schon was
Harlekin meynt. Er besorgt, sie mgte schon einnal in
Unehren geheirathet haben.

    _Peter._ Nun verstehe ich es auch--

    _Harl._ Was meynst Du nun? Wie fange ich es an, um hinter
die Wahrheit zu kommen?

    _Scapin._ Du mut sie vorher probiren.

    _Peter._ Bey meiner Treu, das ist vernnftig.

    _Harl._ Allein, wie mache ich das?

    _Peter._ O, das will ich wohl thun, wenn Sie es nicht
verstehen.

    _Scapin._ Ich wei was zu thun ist. Wolltest Du wohl,
Harlekin, ihr zu gefallen, eine Tracht Schlge vorlieb nehmen?

    _Harl._ Die Schlge wohl, aber den Schimpf nicht.

    _Scapin._ Nun da ist Rath zu. Hre, ich will Dir das Kleid
meines Herrn verschaffen. Du weit, er ist Hauptmann, und eine
Uniform hat heut zu Tage viele Freyheiten; damit sollst Du
diesen Abend zu ihr gehen. Lt sie Dich nun zum Hause hinaus
prgeln, so kannst Du glauben, da sie die Krone von allen
ehrlichen Mdchen ist. Nimmt sie Dich aber an, kt und umarmt
Dich, so nimmst Du das auf dem Marsche vorlieb, und weit wie
viel die Glocke geschlagen.

    _Harl._ O mein lieber Scapin, das ist unvergleichlich.
Ich danke Dir tausendmal fr Deinen guten Rath. Mache mich
nur geschwind zum Hauptmann. Ich brenne vor Verlangen, jene
glckliche Tracht Schlge zu empfangen.

    _Peter._ Ich wahrhaftig nicht. In meiner Heimath probirt
man die Mdchen ganz anders.

    _Scapin._ In meiner auch. Aber man bekmmt zuweilen etwas,
was einem noch weit unangenehmer ist, als eine Tracht Schlge.
Nicht wahr, Harlekin?

    _Harl._ O Scapin, Du bist der klgste Schelm, den ich in
meinem Leben gekannt habe. Mache nur geschwind, da ich das
Kleid von Deinem Herrn bekomme. Ich hoffe doch nicht, da er
es bel nehmen wird, wenn der Schimpf hiernchst darauf sitzen
bleibt?

    _Scapin._ O im geringsten nicht. Eben das Kleid, was ich
Dir verschaffen will, hat schon mehrmal herhalten mssen. Ich
will hingehen um es Dir zu bringen. Du mut mir aber auch
einmal wieder zu gefallen seyn, wenn Du nun ein Ehemann seyn
wirst.

        (Scapin geht ab)



Sechster Auftritt

_Harlekin_ und _Peter_.


    _Harl._ Du sagtest ja erst, Peter, man htte in Deiner
Heimath eine andere Probe, um zu erfahren, ob die Braut noch
cht sey.

    _Peter._ O ja, das haben wir auch.

    _Harl._ Wie macht Ihr denn das?

    _Peter._ Da kommen wir her und suchen uns eine aus, die
uns gefllt.

    _Harl._ Das kann ich wohl denken.

    _Peter._ Dann nehme ich mein Spinnrad, und gehe des Abends
zu ihr ins Haus, setze mich neben ihr hin und wir spinnen denn
alle Beyde.

    _Harl._ Nun, spinnt Ihr denn immer fort?

    _Peter._ Von ungefhr geht dann einmal die Lampe aus.

    _Harl._ Das kmmt der Sache nher--

    _Peter._ Spinnt die Braut nun im Finstern fort, ohne den
Faden zu verlieren, so ist das ein gutes Zeichen.

    _Harl._ Das ist wirklich so dumm nicht--

    _Peter._ Steht aber das Rad stille, bricht der Faden und
die Schnur schlgt wohl gar ab: so hohle es der Henker!

    _Harl._ Wahrhaftig, die Leute sind klug; und wer hat euch
das so gelehret?

    _Peter._ Ich glaube, es mu so von Vater auf Sohn
gekommen seyn. Denn wie unser Pastor einmal das Zusammenspinnen
abschaffen wollte, so sagten die Aeltesten im Dorfe: ihre Vter
htten es gethan, ihre Grovter htten es gethan, und ihre
Kinder sollten auch thun.

    _Harl._ In dem Dorfe mgte ich wohnen!



Siebenter Auftritt.

_Scapin_ mit einem Kleide unterm Arme,
und die _Vorigen_.


    _Scapin._ Stille! stille! wir wollen einen rechten Aufzug
haben. Isabelle und Valer kommen daher, um ihre Rolle zu
spielen. Es geht ihnen wie mir. Sie meynen, der Freyer werde
gespielet, und weil an ihnen die Reihe ist, aufzutreten, wenn
ich zum andernmale abgehe: so will ich itzt ganz ernsthaft
herausgehn. Ihr aber geht auf die Seite so lange. Hier ist
das Kleid, Harlekin, welches du immittelst anziehen kannst.

    _Harl._ Vortrefflich!

    _Peter._ Das ist des Henkers Comdie.

        (Gehn ab.)



Achter Auftritt.

_Isabelle_ und _Valer_.


    _Isabelle._ Nein, mein werthester Graf, so schmeichelhaft
es mir auch ist von Ihnen geliebt zu werden, und so sehr ich
von Ihren rechtschaffenen Absichten berzeuget bin, so wenig
finde ich mich vermgend Ihnen meine Hand zu geben. Mein
Schicksal hat mich einmal auf die Schaubhne gefhrt; ich
bin der Welt nichts mehr als eine Comdiantinn; und ich mte
Sie, mein werthester Graf, minder hochschtzen und minder
lieben, wenn ich in Ihre Verbindung einwilligen und uns Beyde
beschimpfen sollte: Sie, da Sie Sich so weit herablassen und
mich, da ich einen Mann genommen, der so wenig Empfindung und
so wenig Zrtlichkeit gegen seine eigne Ehre gehabt hatte.

    _Valer._ Gromthige Isabelle, je edler Sie Sich zeigen,
je weniger ist es mir mglich Ihren Befehlen zu gehorchen.
Ich kann ohne Sie nicht leben. Mein ganzes Glck beruhet auf
unsre Verbindung. Das Recht ist auf der Seite der Tugend, der
Schnheit und der Liebe. Vorurtheile drfen uns nicht irre
machen.

    _Isabelle._ O! es giebt ehrwrdige, heilige Vorurtheile;
und die Wahrheit mu sich oft erst in unsre eigne Meynung, in
unser Vorurtheil verwandeln, ehe sie ihr Recht behaupten kann.

    _Valer._ Aber Ihre Geburt ist der meinigen nicht ungleich.
Sie sind von guter Familie, und da das Schicksal Sie auf die
Bhne gefhrt--

    _Isabelle._ Nichts mehr hievon. Sie wissen, wie die
Welt denkt. Sie wissen, mit welchen beln Vermuthungen sie
diejenigen verfolgt, welche sich der Bhne widmen, und es
sollte mir ewig leid seyn, als Comdiantinn einen Mann zu
beschimpfen, den ich als Prinzessinn glcklich zu machen
wnschte.

    _Valer._ Gttliche Isabelle!
        (Er will ihre Hand nehmen.)

    _Isabelle._ Auch diese Hand nicht, mein werthester Graf.
Ich bin stolz, stolz auf Sie, stolz auf mich; und da ich Muth
genug habe, meine Liebe Ihrer Ehre aufzuopfern, so mssen Sie
auch so billig seyn, und der meinigen schonen.

    _Valer._ Sie sind grausam. Sie handeln ungerecht mit
Sich, ungerecht mit mir. Ich und mein Unglck bleibt zu Ihrer
Verantwortung.

    _Isabelle._ Ich kenne diese Sprache; aber ich wei was ich
mir von Ihrer Vernunft zu versprechen habe. Ueberlegen Sie nur
einmal Selbst, wie empfindlich es Ihnen und mir seyn wrde,
wenn man in allen Gesellschaften vor uns fliehen, wenn jeder
Blick Ihnen einen Vorwurf und mir eine Verachtung zeigen,
wenn Ihre ganze Familie Sie hassen und mich verfolgen,
wenn jedermann argwohnen wrde--

    _Valer._ Qulen Sie mich wenigstens nicht, wenn Sie mich
nicht glcklich machen wollen. Ich habe das alles, und noch
ein mehrers berlegt; ich habe mir alle diese Wahrheiten so
deutlich vorgestellt, da ich glauben konnte, unparteyisch zu
urtheilen; und doch, schnste Isabelle, fiel der Schlu dahin
aus, da das Glck unsrer Vereinigung Alles das unendlich
berwiegen wrde.

    _Isabelle._ Sie wissen, Herr Graf, da ich gegen dieses
Glck nicht unempfindlich bin. Sie wissen, da mein ganzer
Stolz durch diese Verbindung befriedigt werden wrde. Verzeihen
Sie mir aber, da ich Sie auf eine zrtlichere Art liebe, und
meinem Vorsatze getreu bleibe.

    _Valer._ Sie begegnen einem Ieden sonst so gtig, Sie--

    _Isabelle._ Keine Vorwrfe, Herr Graf. Da ich die Bhne
betrete, so ist es meine Schuldigkeit, allen die dahin kommen,
Hflichkeit und Dankbarkeit zu zeigen. Ich wrde sonst unsrer
Gesellschaft schaden, und eine Unanstndigkeit begehen, die
in den Umstnden worin ich bin, fr den Einen oder Andern
beleidigend seyn knnte. Glauben Sie aber um deswillen ja
nicht, mein lieber Herr Graf, da wir mit unsrer Gtigkeit
verschwendrischer sind als andre. Ieder Stand erfordert ein
eignes Betragen; und wenn man das wei, so macht man keine
falsche Schlsse.

    _Valer._ Ich glaube nicht, da Sie mir dergleichen
Schuld geben knnen. Meine aufrichtige Liebe ist die beste
Widerlegung, und die sicherste Probe, da ich Ihre Gtigkeit
in keinem Verdachte habe.



Neunter Auftritt.

Die _Vorigen_. _Harlekin_ und _Peter_.


    _Harl._ Ha! ha! ha! Spielen Sie hier eine Comdie?

    _Isabelle._ Nun, was fllt Dir ein, Harlekin? Die Reihe ist
ja gar nicht an Dir.

    _Harl._ Die Reihe mag an mir seyn oder nicht, so mu ich
Ihnen sagen, da Herr Barthold sich versehen, und da heute
gar nicht gespielt, sondern in allem Ernste an einer Heirath
gearbeitet wird.

    _Valer._ Aber, was bedeutet denn das?

    _Harl._ Was das bedeutet, wenn man heirathet?

    _Peter._ Wissen Sie das nicht?

    _Valer._ Herr Barthold und Ihr alle seyd verrckt. Ein
andermal soll man es mir zweymal sagen, ehe ich hierher kommen
und meine Rolle spielen will.
        (Geht ab.)

    _Isabelle._ Kann ich denn wohl so glcklich seyn, zu
erfahren, was es fr eine Heirath sey, woran heute gearbeitet
wird?

    _Harl._ Sie soll zwischen einem Brutigam der sich Scrupel
macht, einer Seits, und zwischen einer Braut die sich keine
macht, ander Seits, geschlossen und nicht geschlossen werden.

    _Isabelle._ Aus diesem rthselhaften Geschwtze schliee
ich, Harlekin, da Du es bist, der sich Scrupel macht.

    _Harl._ Der Henker traue den Mdchen! Ich glaube, sie lesen
einem aus den Augen was man denkt. Aber, was hat man denn auch
anders in den Augen, wenn man erst zu Verstande kmmt, als die
Lust zu heirathen? Sehen Sie mir das nicht gleich an?

    _Isabelle._ O! das habe ich Dir lange angesehen, und
Kolombinen ebenfalls.

    _Harl._ Ey, schau doch, wie listig sie das Geheimni
herauslocken will!

    _Isabelle._ So war denn doch die Heirath zwischen Dir und
Kolombinen das Geheimni? Nun, so wnsche ich Dir viel Glck
damit; es ist ein braves Mdchen.

    _Harl._ Drfte ich wohl unterthnigst fragen, was Sie
durch ein braves Mdchen verstehen? Ich habe sonst gemeint,
die Pferde wrden nur brav genannt.

    _Isabelle._ Ich will damit nur sagen, da Kolombine ihre
Rolle gut spielt, da sie sehr geschickt, sehr schn, sehr
lustig, sehr gutherzig--

    _Harl._ Aber nicht auch sehr tugendhaft sey?

    _Isabelle._ O! das versteht sich von selbst; und ich kann
Dir zur guten Nachricht sagen, da sie noch gar krzlich ein
paar brillantene Ohrringe ausgeschlagen hat.

    _Harl._ Aber der Freyer, der sie ihr angeboten, sollte der
nicht so gewisse Vermuthungen gehabt haben, da sie solche wohl
annehmen wrde?

    _Isabelle._ Ich glaubte, Harlekin, Du dchtest besser
von unsrer Schaubhne. Wenn man alle diejenigen von uns
verurtheilen wollte, welche etwa einen freundlichen Blick
vergelten, oder sich eine Versuchung zuziehen, so wrde man
sehr ungerecht gegen uns seyn.

    _Peter._ Nein, der Faden mu wenigstens abbrechen und die
Schnur vom Rade fallen, sonst kann man seiner Probe nicht
sicher seyn.

    _Isabelle._ Das dnkt mich auch, Peter; und wo ich Dich
recht kenne, so wrdest Du mein Cathrinchen gern nehmen, ohne
Scrupel; und Du, Harlekin, thtest auch wohl, von der Probe
nach der Hochzeit zu reden.

    _Harl._ Das ist verflucht gefhrlich, und zu seiner Zeit
eben nicht trstlich.

    _Isabelle._ Ich wnsche Euch mit einander ein Paar Weiber,
die Euch die Kpfe zurechte setzen; und wenn Herr Barthold
seine selige Frau noch htte, so wrde er mich nicht hieher auf
April geschickt haben. Das sagt ihm nur, wenn Ihr ihn sehet.
        (Geht ab.)



Zehnter Auftritt.

_Harlekin_ und _Peter_.


    _Harl._ Nun, Peter, wo hast Du meine Companie gelassen?

    _Peter._ Hier ist sie (indem er ihm das Kleid holet und
bergiebt).

    _Harl._ (Zieht das Kleid ber das seinige, und macht dabey
ein Theaterspiel).



Elfter Auftritt.

Die _Vorigen_ und _Scapin_.


    _Scapin._ Ha! willkommen, mein werthester Herr Hauptmann!

    _Harl._ Wie, Scapin, kennest Du mich denn nicht mehr?

    _Scapin._ In der That, wenn Dich Deine Stimme nicht
verrathen htte, so wrde ich Dich schwerlich erkannt haben.

    _Peter._ Aber die Hosen?

    _Scapin._ O! die kann man bey jedem Kleide tragen, und ein
Witwer mag sie so gar in der Trauer anziehn.

    _Peter._ Bey uns sagt man, es ist kein Herr so gro, oder
der Narr blickt irgendwo hervor.

    _Harl._ Ich bitte Dich, Peter, mache doch solche dumme
Vergleichungen nicht. Ich habe diese Hosen mit Flei behalten;
denn sollte die Probe unglcklich ablaufen, so hnge ich das
Kleid sogleich an den Nagel, und bin wieder der ich war. Aber,
was denkst Du, Scapin, sollte man mich wohl aus Achtung fr die
Uniform  ungeschlagen zurckschicken?

    _Scapin._ Mache Dir doch nur solche Skrupel nicht. Wenn
Kolombine ein ehrliches Mdchen ist, und Du es recht bey ihr
anfngst, so mut Du Deine Schlge bekommen, oder ich verliere
fnf Gulden.

    _Harl._ Gut! es ist ein Wort.

    _Peter._ Wahrhaftig, ich wette mit, Herr Harlekin.
Kolombine ist ein ehrliches Mdchen. Sie bekommen die Schlge
zuverlssig, und ich gewinne mein Geld, oder Sie haben es nicht
recht darnach angefangen.

    _Harl._ Peter, es gilt fnf Batzen; und mit Freuden will
ich sie euch beyden auszahlen. Eins fllt mir aber itzt bey:
ich habe gar kein Geld in der Tasche. Ich mte doch wohl,
wenn ich einen Versuch wagen will, so irgend einen Beutel mit
Dukaten haben.

    _Scapin._ Glaubst Du denn nicht, da ich wei, was Dir in
solchen Fllen nthig ist? Fhle nur einmal in die Taschen.
In der einen steckt meines Herrn leerer Geldbeutel mit
Zahlpfennigen, und in der andern das Futteral von seinen
Schuhschnallen. Kolombine wird Dukaten und Iuwelen darin
vermuthen, und wenn Du es ihr anbietest, Dir gewi Beydes
an den Kopf werfen, ohne zuzusehen was darin ist.

    _Harl._ Weit Du dies gewi?

    _Scapin._ So gewi als Du den Glauben auf den Puckel
bekommen wirst.

    _Peter._ Viel Glcks dazu.

    _Harl._ (zu Scapin) Wolltest Du mich wohl bey Kolombinen
melden?

    _Scapin._ Ey, warum nicht? Ich diene meines Herrn Uniform,
und schme mich nicht, solche bey Kolombinen anzumelden.

    _Harl._ So gehe geschwind.



Zwlfter Auftritt.

_Harlekin_ und _Peter_.


    _Harl._ Der Scapin ist doch ein durchtriebner Kopf, und
wei zu allem Rath.

    _Peter._ Nach meinem dummen Verstande gehrt eben nicht
viel Witz dazu, Ihnen zu einer guten Tracht Schlge zu
verhelfen. Das wollte ich auch wohl thun.

    _Harl._ O mein guter Peter, das ist weit ber Deinen
Horizont. Du weit es nicht, wie angenehm mir diese Schlge
seyn werden.

    _Peter._ Nun, meinethalben. Alles wie Sie wollen. Wenn ich
nur meine fnf Batzen gewinne. Ich fange aber nunmehro an zu
frchten, Sie werden, wenn die Wette verloren geht, in den
Beutel mit Zahlpfennigen greifen.

    _Harl._ Du sollst Deine fnf Batzen gewi haben, oder ich
heie nicht Hauptmann von Astaroth.

    _Peter._ Ach, meynen Sie nicht, da die Leute Sie erkennen
werden? Ihre Stimme verrth Sie gleich.

    _Harl._ Die wei ich schon zu verstellen. Ich will die
ordentliche Rolle eines Hauptmanns spielen, so wie ich sie
gelernt habe.



Dreyzehnter Auftritt

Die _Vorigen_ und _Scapin_.


    _Scapin._ Die Mademoiselle Kolombine Barthold lt sich
dem Herrn Hauptmann von Astaroth gar schn zurck empfehlen,
und weil sie nicht glaubte, da der Herr Hauptmann ihr etwas
Heimliches zu sagen haben wrden, so wollte sie die Ehre haben,
denselben hier auf der Bhne zu empfangen.

    _Harl._ War sie allein?

    _Scapin._ Sie sa und nhete an einem Unterrocke, worin sie
mit Dir, wie ich hoffe, getrauet werden wird; ein allerliebstes
Rckchen von feuerfarbenem Atlas mit Spitzen eingefat, nicht
kostbar, aber niedlich.

    _Peter._ Sie kommt! Sie kommt!

    _Scapin._ Komm Peter, wir wollen in die nchste Schenke
gehn, und unsre knftige Wette vertrinken.

        (Letztere gehn ab.)



Vierzehnter Auftritt

_Harlekin_. _Kolombine_.


    _Harl._ Assah! Mi Pudding, wie stehts? Ist die Leber noch
frisch, und seyd Ihr diesen Winter gut bequartirt?

    _Kolombine._ Darf ich fragen: was zu des Herrn Hauptmanns
Befehl sey?

    _Harl._ Zu meinem Befehl? Drey Ksse auf eine Stelle, mein
Schatz, drey Ksse--

    _Kolombine._ Ich wei nicht, ob ich es recht verstanden
habe, der Herr Hauptmann von Astaroth sind bey mir gemeldet
worden.

    _Harl._ Das bin ich im Original, mein kleines
Zuckermndchen. Darf ich aber auch wohl fragen, ob Sie
nicht die Mademoiselle Kolombine Bartholdinn sind?

    _Kolombine._ Ihnen aufzuwarten, Herr Hauptmann.

    _Harl._ Nun, so sind wir ja bekannte Leute und Nachbars
Kinder. Komm dann, mein Schatz, und ksse mich.

    _Kolombine._ Ich glaube immer noch, ich irre mich. Man hat
mir gesagt, da Sie einige Bestellungen von einer sehr guten
Freundinn, die ich auf dem Lande habe, an mich htten.

    _Harl._ Ia, recht, mein liebes Sauernchen. Hier habe ich
ein Paar orientalische, peruvianische Ohrringe, und dort einen
Beutel mit eintausend gerndelten Species-Dukaten. Was dnkt
Dir dabey, mein Rosenknspchen?

    _Kolombine._ Ich begreife noch eigentlich nicht, wozu das
alles?

    _Harl._ Wozu, Mdchen? *Primo* sollst Du mich dafr neun
und neunzig Mal kssen.

    _Kolombine._ Ach, wer wei bey welchem Mdchen Sie diese
Ohrringe wohl erbeutet haben, und ob Sie ihr nicht gar dabey
die Ohren ausgerissen!

    _Harl._ Ich eroberte sie in dem Laufgraben vor
Schweidnitz, und diese tausend Dukaten habe ich einem
franzsischen Marschalle *en rase campagne* abgenommen.

    _Kolombine._ Ich sehe wohl, Herr Hauptmann, Sie haben
an mich nichts zu bestellen, und ich will mich Ihnen nur
gehorsamst wieder empfehlen.

    _Harl._ O Prinzessinn! so wird es nicht gehn. Flugs
hierher!
        (Er nimmt sie bey der Hand, und stellet sie so da
           sie ihm nicht entgehen kann.)
und diese Ohrringe, diese Dukaten, diese Ksse angenommen.
        (Er will sie kssen, und sie wehret sich.)

    _Kolombine._ Ich bitte Sie recht sehr, Herr Hauptmann,
migen Sie Sich.

    _Harl._ Was migen? Drey Iahre belagere ich eure verdammte
Schaubhne, als wenn ich eine Festung belagere; und bestndig
habe ich meine Kanonen auf Dich gerichtet. Da ich endlich
einmal Sturm laufe, mut Du mir nicht verdenken. Sogleich
diese Ohrringe eingesteckt!
      (Er dringt ihr solche auf, sie fallen aber auf die Erde.)
und hier diese tausend Dukaten, oder
        (wie vorher.)
und nun gehts auf die Bresche los.
        (Er umarmt sie auf seine Art.)

    _Kolombine._ Ach mein Gott! Gewalt, Gewalt, Gewalt!



Funfzehnter Auftritt

Die _Vorigen_, _Barthold_, _Scapin_
und _Peter_ kommen von allen Seiten.


    _Barth._ Was ists, was ists, was ists?

    _Kolombine._ Sehen Sie nicht, der Herr Hauptmann will mich
mit Gewalt kssen, und mich zwingen tausend Dukaten und ein
Paar brillantene Ohrringe anzunehmen.

    _Barth._ Und darum schreyest Du so, Mdchen? Ich wette,
wenn ich den Herrn Hauptmann mit Gewalt zum Hause hinaus werfe,
er macht nicht einen solchen Lerm.

        (Kolombine hebt inzwischen das Kstchen auf und sieht
           aus Vorwitz hinein.)

    _Harl._ Ich bitte, sprechen Sie mit mehr Achtung von mir,
sonst will ich Ihnen was anders zeigen.

    _Barth._ Geschwind heraus damit, was wolltest Du mir anders
zeigen?

    _Harl._ Ich habe es nicht nicht bey mir; aber, wenn Sie
erlauben wollen, so will ich hingehen und es holen.

    _Barth._ Du bist sehr fein, wie ich merke; inzwischen,
wenn Sie es erlauben wollen, so will ich Ihnen vors erste
wohlmeynend eine Tracht Schlge mitgeben. Sie mgten es
vielleicht vergessen sie abzuholen.
        (Er prgelt ihn zur Schaubhne herunter. Scapin und
           Peter halten ihm berall wo er hin luft, die Hnde
           vor, um ihr Geld zu empfangen. Harlekin entflieht
           endlich.)
Wo ist der Beutel mit den tausend Dukaten, und wo sind die
demantenen Ohrringe? Diese erklre ich hiermit fr verfallen.
Ich mu dieses Urtheil nur geschwind selbst sprechen, damit
der Richter das *Corpus delicti* nicht zu sich nehme.

    _Kolombine._ Ach da Gott erbarme! Lassen Sie doch diese
Sporteln immerweg dem Richter; er wird sie den Parteyen
treulich wieder ausliefern, und sich gern mit der Gebhr
befriedigen. Sehen Sie hier.

        (Er nimmt den Beutel und das Kstchen.)

    _Scapin._ Erlauben Sie, Herr Barthold, da wir Ihnen eine
Vorstellung thun. Es war unser guter Harlekin, der hier, in des
Herrn Hauptmanns Kleidung, die Erfrischung zu sich genommen.

    _Barth._ Wie? Harlekin?

    _Peter._ Ia, bey meiner Treue; er hat die Schlge nur auf
des Herrn Hauptmanns Rechnung genommen, und ich bin froh, da
er sie empfangen hat. Ich habe mit ihm um fnf Batzen gewettet,
und bereits die Hlfte davon vertrunken.

    _Kolombine._ O, der arme Harlekin! wenn ich das gewut
htte, ich wrde ihm gewi zu seiner mehrern Beruhigung noch
eins mitgegeben haben.

    _Scapin._Ich kann Sie versichern, er ist so froh von seinen
Schlgen, da er sie gerne noch einmal nehmen wird, wenn er die
Ehre haben kann und Sie Sich die Mhe nehmen wollen.

    _Kolombine._Kmmt Zeit, kmmt Rath.

    _Barth._Aber es rgert mich doch, da die tausend Dukaten--
Fast htte ich Lust, ihm den Proze machen zu lassen. Falsche
Mnze! Nothzucht--wahrhaftig, eins von Beyden hat schon manchen
ehrlichen Mann an den Galgen gebracht. Aber still; hrt, geht
Ihr hin, und trinkt Eure Zeche. Ich will alles gut machen. Sagt
ihm aber nichts davon, da ich einige Nachricht von seiner
Verkleidung habe.

    _Scapin._ Sie sind ein redlicher Mann, Herr Barthold.
Kein Wort aus meinem Munde!
        (Er hlt den Finger auf den Mund, und geht ab.)

    _Peter._ Auf Ihre und Mamsell Kolombinens Gesundheit!
        (Er hlt die ganze Hand auf den Mund, und geht ab.)



Sechszehnter Auftritt.

_Barthold_ und _Kolombine_.


    _Barth._ Ich zweifle nicht daran; oder Harlekin wird itzt
kommen, nachdem er seine nrrische Probe gemacht, und um Dich
anhalten. Euer sind viele, meine liebe Kolombine, und wenn
Harlekin bisweilen ein bisschen einfltig ist, so mut Du
denken: da diese seine Einfalt unsrer Bhne vielen Vortheil
bringt, und da wir ohne ihn nicht wohl fertig werden konnen.
Was meynst Du also von ihm? Soll ich Ia, oder Nein sagen,
wenn er um Dich anhlt?

    _Kolombine._ Nein, Papa!

    _Barth._ Nein, Papa! und warum denn, Nein, Papa?

    _Kolombine._ Aber ein Mann, der mir ein so schlechtes
Vertrauen beweit? Der erst mit Schlgen zur Vernunft gebracht
werden mu?-- Der--

    _Barth._ O! die Liebe macht auch kluge Leute Narren; man
mu dieser Thorheit etwas zu gute halten, und Schlge auf der
Bhne beschimpfen Harlekin nicht. Das ist so seine tgliche
Rolle. Er wird zu allem geschlagen, und sogar zum Hahnrey.
Und Du kannst mir als Deinem Vater wohl glauben, _die_ Leute,
welche eine gewisse bekannte Art von Klugheit oder Narrheit
haben, sind am besten zu regieren. Die mehrsten Menschen
heirathen als Narren, und werden erst klug als Mnner, wenn
sie auch im Ehestande nichts weiter lernen, als die Kunst
zu schweigen. Zu einer guten friedlichen Ehe gehrt Iugend,
Gesundheit und Geld. Das brige lt sich entbehren,
insbesondere der Verstand, wenn man sein Brot mit der
Dummheit verdienen mu.

    _Kolombine._ Es sey darum wie es wolle; da wir keine
Comdie spielten, so htte er mehr Verstand gebrauchen sollen.
Er ist so dumm nicht, wie Sie meynen, und ich habe von Natur
einen verzweifelten Trieb die Listigen zu berlisten.

    _Barth._ Du kannst ihn nicht besser berlisten, als wenn Du
ihn zum Manne nimmst.

    _Kolombine._ Erst soll er mir wenigstens hier vor allen
Leuten ffentlich Abbitte thun, und dann will ich sehen was ich
thue.

    _Barth._ Warum soll er denn aber fr den Hauptmann von
Astaroth Abbitte thun, mein Kind? Wir brauchen es ja nicht zu
wissen, da Harlekin sich so bel aufgefhrt hat.



Siebenzehnter Auftritt.

Die _Vorigen_ und _Harlekin_.


    _Harl._ Nun, mein liebes Kolombinchen, wollen wir itzt
Braut und Brutigam spielen? _Ich_ will wohl, wenn _Sie_ will.

    _Kolombine._ Ich will aber nicht.

    _Harl._ Wie? Du willst nicht?

    _Kolombine._ Haben Sie mich diese Antwort nicht selbst
gelehret?

    _Harl._ Ia, das habe ich gethan; aber das war nur eine
Rolle in der Comdie.

    _Kolombine._ Nun, ich spiele itzt die meinige. Ich will
nicht.

    _Barth._ Kinder, was Ihr thun wollt, das thut bald; es ist
meine Zeit zu trinken, und die versume ich nicht gern.

    _Harl._ Noch einen Augenblick, Herr Barthold, ich mu Ihnen
erst einen listigen Streich erzhlen. Kennen Sie den Herrn
Hauptmann von Astaroth?

    _Barth._ O ja, ganz gut. Ich habe noch eben die Ehre
gehabt, ihn aus meinem Hause zu prgeln.

    _Kolombine._ Es ist ein sehr schlechter Mensch.

    _Harl._ O wenn Sie es wten!
        (Er geht auf der Bhne herum, und freuet sich.)

    _Barth._ Ich denke doch nicht; da er sich der empfangenen
Ehre rhmen wird?

    _Harl._ O, mein guter Herr Barthold, wenn Sie es wten!
Gelt? Sie glauben den Herrn Hauptmann von Astaroth geschlagen
zu haben? Ha! ha! ha!

    _Barth._ Ia, das meyne ich.

    _Harl._ Sehen Sie mich einmal recht an! und fhlen hier auf
meinen Rcken! He! he! he!

    _Barth._ Bey meiner Ehre, ich sollte fast glauben, da ich
hieher geschlagen htte. Ich kenne ungefhr meinen Zug. Aber,
wie geht das in aller Welt zu?

    _Kolombine._ O, mein lieber Harlekin, thun Sie mir den
Gefallen, und sagen mir, ob nicht ein wenig Hexerey mit
unterluft?

    _Harl._ Nun, was soll ich haben, wenn ich Dir das Geheimni
entdecke?

    _Kolombine._ Wir wollen auch oft Braut und Brutigam mit
einander spielen.

    _Harl._ Unvergleichlich! aber erst, mein liebes
Kolombinchen, mut Du mir im Vertrauen sagen, warum Du so
gern die Braut spielest?

    _Kolombine._ Das kann ich Ihnen nicht sagen; aber ich bin
denn so munter, so leicht, so aufgerumt, so tanzend.

    _Harl._ Hast Du wohl schon so recht im Ernste getanzt?

    _Kolombine._ Nun, da Sie wieder so fragen, will ich das
Geheimni gar nicht mehr wissen. Gehen Sie damit, und erffnen
es meinem Cathrinchen.

    _Harl._ Du sollst es nun aber wissen.

    _Kolombine._ Nichts! Itzt durchaus nicht; und wenn Sie mir
auch tausend gerndelte Dukaten geben wollten.

    _Harl._ Ich merke schon--

    _Barth._ Vertrauen Sie es mir allein, Harlekin; bey Mdchen
sind die Geheimnisse ohnehin etwas lose verwahrt. Sie fallen
leicht aus der Hlse.

    _Harl._ Hren Sie, Herr Barthold; und St! St! Kolombine,--
_ich_ war der Hauptmann von Astaroth. Ich hatte nur seinen Rock
hier ber den meinigen gezogen. Ha! ha! ha!

    _Barth._ Nimmermehr.

    _Harl._ In der That. Aber kannten Sie mich nicht hier an
meinen bunten Hosen? Ha! ha! ha!

    _Kolombine._ Ietzt besinne ich mich; ich sahe etwas davon
schimmern.

    _Harl._ Gelt! mein guter Herr Barthold, ich habe Sie einmal
rechtschaffen angefhrt? Ha! ha! ha!

    _Barth._ Auf solche Art sollte der ehrlichste Mann betrogen
werden. Aber, ich bitte Sie tausendmal um Vergebung, da ich
mich so nachdrcklich gegen Sie herausgelassen habe.

    _Harl._ O! Sie haben gar nicht Ursache. Ich bin vielmehr
froh, da es so gekommen ist; denn nunmehr bin ich versichert,
da Kolombinchen die Krone von allen Iungfrauen ist. Meine
Scrupel sind nun alle weg.

    _Kolombine._ Die meinigen gehen aber nun erst an.

    _Harl._ O, mein allerliebstes Lockvgelchen, Du kannst mich
nur wieder ein Vierteljahr auf die Probe nehmen, ich bin es
gerne zufrieden. Wenn _Sie_ will, _ich_ will wohl.

    _Kolombine._ Die Probe mgte schlecht ausfallen; ich wei
schon, wie das geht.

    _Harl._ Wie? Du weit es wie das geht?

    _Barth._ Haben Sie noch Scrupel?

    _Harl._ Ach nein! aber Sie wei wie das geht.

    _Kolombine._ Ia, ich wei wie das geht. Ein ehrliches
Mdchen, das einen Mann auf die Probe nimmt, mu ihn hernach
immer behalten; und das will ich nicht.

    _Harl._ Hre, mein Schtzchen, wenn Du willst, so will ich
es Dir schriftlich geben, da die Probe nicht lnger als einen
Monat whren soll.

    _Kolombine._ Bemhen Sie Sich nicht. Sie wissen, was Sie
mir zuvor sagten: Wenn die Comdie aus ist, so hat die Freyerey
ein Ende. Ich empfehle mich Ihnen ganz gehorsamst.
        (Sie will abgehn.)

    _Harl._ O Herr Barthold! Herr Barthold! das wre zu viel,
erst Schlge, und nun gar einen Korb! Das ist eine Comdie und
auch keine Comdie.

    _Barth._ Hier, Kolombine! Die Comdie ist noch nicht zu
Ende. Du weit, sie mu allezeit mit einer Heirath schlieen.

    _Kolombine._ Nein, Papa! Das ist nicht nthig; wir haben
viele Stcke auf unsrer Bhne, welche sich blo mit Schlgen
endigen: und wenn es recht zugegangen wre, so htte Harlekin,
oder der Herr Hauptmann von Astaroth, auch damit zu Hause gehen
mssen.

    _Barth._ Ich rathe Ihnen, mein lieber Harlekin, hier meiner
Tochter Ihre Scrupel ffentlich abzubitten.

    _Harl._ O von Herzen gern! Siehe hier, mein Engels
Kolombinchen, ich liege hier vor Dir auf den Knieen, und
bitte ffentlich um Vergebung.

    _Kolombine._ Sie mssen mir erst Ihr Schwert bergeben.
Es schickt sich nicht, da Sie solches in dieser Stellung an
der Seite tragen.
        (Er berreicht ihr seinen Sbel.)
Sie htten verdient, Herr Hauptmann von Astaroth, da ich Ihnen
jetzt mit Ihrem eigenen Sbel die Haut voll schlge. --Weil Du
es aber bist, mein allerliebstes Harlekinchen, so will ich--

    _Harl._ O kein: will ich nicht! kein will ich nicht!

    _Kolombine._ So will ich--

    _Harl._ Nun, so will ich--

    _Kolombine._ So will ich die Strafe frs erste noch
aufschieben--

    _Harl._ Nur nicht bis in den Ehstand!

    _Kolombine._ Aber mit der ausdrcklichen Bedingung: da wir
noch immerfort alle Tage Braut und Brutigam spielen.

    _Harl._ O ja! o ja!

    _Barth._ Ach, meine lieben Kinder, ihr wit noch nicht, was
dazu gehrt.

    _Harl._ Wie? Herr Barthold, so bekomme ich ja alle Tage von
der braunen Kruste.

    _Barth._ Die ist fr eine tgliche Kost etwas zu hart; und
wenn man ein Stck zu oft wiederholt, so werden es sogar die
Zuschauer mde.

    _Kolombine._ Sorgen Sie nicht, Papa; ich wei schon, wie
Harlekin sie am liebsten it. Er kann es ja probiren, und
wenn er sie dann nicht mehr mag, so will ich ihm was anders
vorsetzen.

    _Barth._ O du liebe Einfalt! aber kommt Kinder, weil der
Braten noch warm ist.

    _Kolombine._ Ich bin fertig.

    _Barth._ Ie nun; so wollen wir den Zuschauern eine
gesegnete Abendmahlzeit wnschen.

    _Harl._ Und zur Probe, eine braune Kruste.



***END OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK DIE TUGEND AUF DER SCHAUBHNE***


******* This file should be named 15505-8.txt or 15505-8.zip *******


This and all associated files of various formats will be found in:
https://www.gutenberg.org/dirs/1/5/5/0/15505



Updated editions will replace the previous one--the old editions
will be renamed.

Creating the works from public domain print editions means that no
one owns a United States copyright in these works, so the Foundation
(and you!) can copy and distribute it in the United States without
permission and without paying copyright royalties.  Special rules,
set forth in the General Terms of Use part of this license, apply to
copying and distributing Project Gutenberg-tm electronic works to
protect the PROJECT GUTENBERG-tm concept and trademark.  Project
Gutenberg is a registered trademark, and may not be used if you
charge for the eBooks, unless you receive specific permission.  If you
do not charge anything for copies of this eBook, complying with the
rules is very easy.  You may use this eBook for nearly any purpose
such as creation of derivative works, reports, performances and
research.  They may be modified and printed and given away--you may do
practically ANYTHING with public domain eBooks.  Redistribution is
subject to the trademark license, especially commercial
redistribution.



*** START: FULL LICENSE ***

THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE
PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK

To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free
distribution of electronic works, by using or distributing this work
(or any other work associated in any way with the phrase "Project
Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full Project
Gutenberg-tm License (available with this file or online at
https://gutenberg.org/license).


Section 1.  General Terms of Use and Redistributing Project Gutenberg-tm
electronic works

1.A.  By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm
electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to
and accept all the terms of this license and intellectual property
(trademark/copyright) agreement.  If you do not agree to abide by all
the terms of this agreement, you must cease using and return or destroy
all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your possession.
If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a Project
Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound by the
terms of this agreement, you may obtain a refund from the person or
entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph 1.E.8.

1.B.  "Project Gutenberg" is a registered trademark.  It may only be
used on or associated in any way with an electronic work by people who
agree to be bound by the terms of this agreement.  There are a few
things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works
even without complying with the full terms of this agreement.  See
paragraph 1.C below.  There are a lot of things you can do with Project
Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this agreement
and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm electronic
works.  See paragraph 1.E below.

1.C.  The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the Foundation"
or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection of Project
Gutenberg-tm electronic works.  Nearly all the individual works in the
collection are in the public domain in the United States.  If an
individual work is in the public domain in the United States and you are
located in the United States, we do not claim a right to prevent you from
copying, distributing, performing, displaying or creating derivative
works based on the work as long as all references to Project Gutenberg
are removed.  Of course, we hope that you will support the Project
Gutenberg-tm mission of promoting free access to electronic works by
freely sharing Project Gutenberg-tm works in compliance with the terms of
this agreement for keeping the Project Gutenberg-tm name associated with
the work.  You can easily comply with the terms of this agreement by
keeping this work in the same format with its attached full Project
Gutenberg-tm License when you share it without charge with others.

1.D.  The copyright laws of the place where you are located also govern
what you can do with this work.  Copyright laws in most countries are in
a constant state of change.  If you are outside the United States, check
the laws of your country in addition to the terms of this agreement
before downloading, copying, displaying, performing, distributing or
creating derivative works based on this work or any other Project
Gutenberg-tm work.  The Foundation makes no representations concerning
the copyright status of any work in any country outside the United
States.

1.E.  Unless you have removed all references to Project Gutenberg:

1.E.1.  The following sentence, with active links to, or other immediate
access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear prominently
whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work on which the
phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the phrase "Project
Gutenberg" is associated) is accessed, displayed, performed, viewed,
copied or distributed:

This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with
almost no restrictions whatsoever.  You may copy it, give it away or
re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included
with this eBook or online at www.gutenberg.org

1.E.2.  If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is derived
from the public domain (does not contain a notice indicating that it is
posted with permission of the copyright holder), the work can be copied
and distributed to anyone in the United States without paying any fees
or charges.  If you are redistributing or providing access to a work
with the phrase "Project Gutenberg" associated with or appearing on the
work, you must comply either with the requirements of paragraphs 1.E.1
through 1.E.7 or obtain permission for the use of the work and the
Project Gutenberg-tm trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or
1.E.9.

1.E.3.  If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted
with the permission of the copyright holder, your use and distribution
must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any additional
terms imposed by the copyright holder.  Additional terms will be linked
to the Project Gutenberg-tm License for all works posted with the
permission of the copyright holder found at the beginning of this work.

1.E.4.  Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm
License terms from this work, or any files containing a part of this
work or any other work associated with Project Gutenberg-tm.

1.E.5.  Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this
electronic work, or any part of this electronic work, without
prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with
active links or immediate access to the full terms of the Project
Gutenberg-tm License.

1.E.6.  You may convert to and distribute this work in any binary,
compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including any
word processing or hypertext form.  However, if you provide access to or
distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format other than
"Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official version
posted on the official Project Gutenberg-tm web site (www.gutenberg.org),
you must, at no additional cost, fee or expense to the user, provide a
copy, a means of exporting a copy, or a means of obtaining a copy upon
request, of the work in its original "Plain Vanilla ASCII" or other
form.  Any alternate format must include the full Project Gutenberg-tm
License as specified in paragraph 1.E.1.

1.E.7.  Do not charge a fee for access to, viewing, displaying,
performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works
unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9.

1.E.8.  You may charge a reasonable fee for copies of or providing
access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works provided
that

- You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from
     the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method
     you already use to calculate your applicable taxes.  The fee is
     owed to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he
     has agreed to donate royalties under this paragraph to the
     Project Gutenberg Literary Archive Foundation.  Royalty payments
     must be paid within 60 days following each date on which you
     prepare (or are legally required to prepare) your periodic tax
     returns.  Royalty payments should be clearly marked as such and
     sent to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation at the
     address specified in Section 4, "Information about donations to
     the Project Gutenberg Literary Archive Foundation."

- You provide a full refund of any money paid by a user who notifies
     you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he
     does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm
     License.  You must require such a user to return or
     destroy all copies of the works possessed in a physical medium
     and discontinue all use of and all access to other copies of
     Project Gutenberg-tm works.

- You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of any
     money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the
     electronic work is discovered and reported to you within 90 days
     of receipt of the work.

- You comply with all other terms of this agreement for free
     distribution of Project Gutenberg-tm works.

1.E.9.  If you wish to charge a fee or distribute a Project Gutenberg-tm
electronic work or group of works on different terms than are set
forth in this agreement, you must obtain permission in writing from
both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and Michael
Hart, the owner of the Project Gutenberg-tm trademark.  Contact the
Foundation as set forth in Section 3 below.

1.F.

1.F.1.  Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable
effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread
public domain works in creating the Project Gutenberg-tm
collection.  Despite these efforts, Project Gutenberg-tm electronic
works, and the medium on which they may be stored, may contain
"Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate or
corrupt data, transcription errors, a copyright or other intellectual
property infringement, a defective or damaged disk or other medium, a
computer virus, or computer codes that damage or cannot be read by
your equipment.

1.F.2.  LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right
of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project
Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project
Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project
Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all
liability to you for damages, costs and expenses, including legal
fees.  YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT
LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE
PROVIDED IN PARAGRAPH F3.  YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE
TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE
LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR
INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH
DAMAGE.

1.F.3.  LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a
defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can
receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a
written explanation to the person you received the work from.  If you
received the work on a physical medium, you must return the medium with
your written explanation.  The person or entity that provided you with
the defective work may elect to provide a replacement copy in lieu of a
refund.  If you received the work electronically, the person or entity
providing it to you may choose to give you a second opportunity to
receive the work electronically in lieu of a refund.  If the second copy
is also defective, you may demand a refund in writing without further
opportunities to fix the problem.

1.F.4.  Except for the limited right of replacement or refund set forth
in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS', WITH NO OTHER
WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO
WARRANTIES OF MERCHANTIBILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE.

1.F.5.  Some states do not allow disclaimers of certain implied
warranties or the exclusion or limitation of certain types of damages.
If any disclaimer or limitation set forth in this agreement violates the
law of the state applicable to this agreement, the agreement shall be
interpreted to make the maximum disclaimer or limitation permitted by
the applicable state law.  The invalidity or unenforceability of any
provision of this agreement shall not void the remaining provisions.

1.F.6.  INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the
trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone
providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in accordance
with this agreement, and any volunteers associated with the production,
promotion and distribution of Project Gutenberg-tm electronic works,
harmless from all liability, costs and expenses, including legal fees,
that arise directly or indirectly from any of the following which you do
or cause to occur: (a) distribution of this or any Project Gutenberg-tm
work, (b) alteration, modification, or additions or deletions to any
Project Gutenberg-tm work, and (c) any Defect you cause.


Section  2.  Information about the Mission of Project Gutenberg-tm

Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of
electronic works in formats readable by the widest variety of computers
including obsolete, old, middle-aged and new computers.  It exists
because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from
people in all walks of life.

Volunteers and financial support to provide volunteers with the
assistance they need, is critical to reaching Project Gutenberg-tm's
goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will
remain freely available for generations to come.  In 2001, the Project
Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure
and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations.
To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4
and the Foundation web page at https://www.gutenberg.org/fundraising/pglaf.


Section 3.  Information about the Project Gutenberg Literary Archive
Foundation

The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit
501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the
state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal
Revenue Service.  The Foundation's EIN or federal tax identification
number is 64-6221541.  Contributions to the Project Gutenberg
Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent
permitted by U.S. federal laws and your state's laws.

The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr. S.
Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered
throughout numerous locations.  Its business office is located at
809 North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887, email
business@pglaf.org.  Email contact links and up to date contact
information can be found at the Foundation's web site and official
page at https://www.gutenberg.org/about/contact

For additional contact information:
     Dr. Gregory B. Newby
     Chief Executive and Director
     gbnewby@pglaf.org

Section 4.  Information about Donations to the Project Gutenberg
Literary Archive Foundation

Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide
spread public support and donations to carry out its mission of
increasing the number of public domain and licensed works that can be
freely distributed in machine readable form accessible by the widest
array of equipment including outdated equipment.  Many small donations
($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt
status with the IRS.

The Foundation is committed to complying with the laws regulating
charities and charitable donations in all 50 states of the United
States.  Compliance requirements are not uniform and it takes a
considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up
with these requirements.  We do not solicit donations in locations
where we have not received written confirmation of compliance.  To
SEND DONATIONS or determine the status of compliance for any
particular state visit https://www.gutenberg.org/fundraising/donate

While we cannot and do not solicit contributions from states where we
have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition
against accepting unsolicited donations from donors in such states who
approach us with offers to donate.

International donations are gratefully accepted, but we cannot make
any statements concerning tax treatment of donations received from
outside the United States.  U.S. laws alone swamp our small staff.

Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation
methods and addresses.  Donations are accepted in a number of other
ways including including checks, online payments and credit card
donations.  To donate, please visit:
https://www.gutenberg.org/fundraising/donate


Section 5.  General Information About Project Gutenberg-tm electronic
works.

Professor Michael S. Hart was the originator of the Project Gutenberg-tm
concept of a library of electronic works that could be freely shared
with anyone.  For thirty years, he produced and distributed Project
Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of volunteer support.

Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed
editions, all of which are confirmed as Public Domain in the U.S.
unless a copyright notice is included.  Thus, we do not necessarily
keep eBooks in compliance with any particular paper edition.

Most people start at our Web site which has the main PG search facility:

     https://www.gutenberg.org

This Web site includes information about Project Gutenberg-tm,
including how to make donations to the Project Gutenberg Literary
Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to
subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks.

